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Rauschmittel des Jahres

Interview mit einem Interview

Job + Karriere
(Fördern und fordern, Arbeitslose in der Weiterbildung zum staatl. gepr. Dichter)
Favoritensterben beim wichtig- sten Wettbewerb des Jahres

Deutsche Weinstraße
Foto: Die Siegesfahrt nach Erhalt der freudenbringenden Nachricht.
Wie die "Vereinigung internationale Drogenexperten eben mitteilt, steht das nächste Jahr im Zeichen des Weißweins. Ein klarer Außenseitersieg,  hatte man doch allenthalben mit exotischeren, extremeren, sexieren Drogen gerechnet als dem mit Alkohol angereicherten Rebensaft. Allerdings kann andererseits gerade jetzt zu Weihnachten nicht über den guten Einfluß des Weißweins hinweggesehen werden. Wie vielen braven Bürgern hilft er über die tristen, trübsinnigen Tage, die man gezwungen ist mit der Familie zu verbringen, hinweg? In Anbetracht dieser Tatsache eine verständliche Wahl, auch wenn die Drogenhardliner aufheulen werden.

Ein Interview interviewt ein Interview.

I: Wie läufts denn so?
I: Halts Maul!
I: Ich baller dir gleich eine, wenn du nicht vernünftig antwortest.
I: Fick dich doch selbst du Arsch!
I: Was ist denn los mit dir heute?
I: Das geht dich n feuchten Dreck an.
I: Das geht mich wohl was an.
I: Was denn?
I: Ich mach hier n Interview.
I: Ich bin n Interview.
I: Wir Beide sind n Interview.
I: Zwei Interview.
I: Zwei Interview, also gut.  Können wir jetzt weiter machen?
I: Von mir aus.
I: Also, was ist deine schwierigste Frage?
I: Wie sollte die Pistole mal früher auf Deutsch heißen?
I: Meuchelpuffer. Das nennst du schwer?
I: Du bist einfach n Arsch.
I: Bloß weil ich mehr weiß als du?
I: Nee, weil du n Arsch bist. N Interview was die Antworten weiß, ist definitiv n Arsch.
I: Weißt du was?
I:  Egal was es ist, es interessiert mich nicht!
I: Du kannst mich mal. Interview dich doch selber.
I: Das ist bestimmt spannender als mit dir.
I: Na dann mach doch.
I:  Ich mach ja
(Lesen sie demnächst das Interview im Selbstinterview)



Die Frösche flogen durch den Speicher,
ganz ohne Federkleid,
welch eine Kunst.

Sie flogen in den ersten Stock
Und dann hinaus durchs Tor.
Künstler der Lüfte,
hört meine Gedichte
und fliegt mir noch was vor.

Sie flogen zu der alten Buche
dort draußen auf dem Feld,
als wärn sie auf der Suche
nach so etwas wie Geld.

Da plötzlich stieß ein Storch herab
aus oberen Regionen,
er war so spitz als wie ein Rab
auf Froschfiletportionen.

Er zischte durch den Froschenschwarm
der Oberfrosch schlug gleich Alarm.
Die Herde auseinanderstob
in gräßlichem Gewimmel,

den Storch es in die Buche zog,
da kam ein alter Schimmel,
er bockte, daß sein Reiter flog
es war Johannes Mario Simmel.

(Spannend! Wie wird es J.M. Simmel wohl ergehen? Fortsetzung folgt)

J.M.Simmel

Weihnachten

Kirche + Gesellschaft
Klima + Umwelt
ICH

HASSE

ES

Weihnachten und die Inquisition

"Weihnachtsurlaub gestrichen!!!"
Diese unangenehme Nachricht mußten die Mitarbeiter der Spanish Inquisition vor einigen Tagen entgegennehmen. Aufgrund erhöhter Aktivität herätischer Art hat sich die Führung der Inquisition zu diesem notwendigen, wenn auch unpopulären Schritt entschlossen. Die anfalllende Arbeitszeit wird aber zu 50% steuerfrei vergütet oder kann zu ruhigeren Zeiten als Freizeit ausgeglichen werden. "Halb so schlimm", war denn auch der durchgängige Tenor bei den Ketzerjägern. Gerade zu Weihnachten ist Häresie natürlich absolut inakzeptabel. Die mit neuem Werkzeug ausgestatteten Inquisitoren sind hochmotiviert. Sollte es personell doch mal eng werden steht Folternachwuchs immer bereit. Wo kann man für gutes Geld dieses scheinbar menschliche Grundbedürfnis unkomplizierter und besser befriedigen als in der amerikanischen Armee? Eben.


Wichtig fürs Klima und die soziale Umwelt....

...ist die Musik. Vo allem die der Spanish Inquisition. Arnd Brandt hat für uns die letzte Scheibe abgehört:
The Bishop heißt das Werk und schon zu Beginn erkennt man an der virtuosen Einleitung die Meisterschaft, die hier am Werk ist. Nicht nur, daß die Noten fliegen, es fliegt auch der Geist zu ungeahnten Höhen wenn es heißt: "Come on, don't move". Der Widerspruch ist pure Absicht, weist uns auf den unauflösbaren Zusammenhang von  verbranntem Eintopf hin. Doch folgt Auf- und Erlösung im letzten Teil , wo sich kraftvolle Melodiösität in rauschendem Finale entspannt. Bravo.
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